Gregor, Tulln, 12. April 1988

«Ich komm mir zwar blöd vor, das zu schreiben, aber ICH MAG DICH. Das frech sein tut nichts zur Sache.»

Gregor, Tulln, 13. April 1988

«Überleg es Dir gut. Ich meine es ernst. Ich komme heute und frage Dich. (Bitte sag ‹ja›)»

Dominik, Tulln, 13. April 1988

«In Musik sagtest du, dass du mich nicht magst und dass es nie so sein wird. Doch ich mag dich, und das wird immer so sein, denn Liebe geht ihren eigenen Weg, man kann über sie nicht bestimmen.»

Gregor, Tulln, 13. April 1988

«Danke, dass Du ja gesagt hast. Das ist der schönste Tag in meinem Leben.»

Gregor, Tulln, 17. April 1988

«Komm bitte gleich vor der ersten Stunde zu unserem Treffpunkt: ¾ 8 (Diesmal in der Garderobe! Nimm Basti mit)»

Christoph, Tulln, 16. Mai 1988

«Du hast gesagt, dass ich einer von eurer Klasse ein Liebesgeständnis machen soll.
Ich liebe nur dir
und ohne du
kann ich nicht bin»

Christoph, Tulln, 17. Mai 1988

«Magst Du mich? Ich hoffe, dass Du mich magst. Ich finde dich sehr hübsch und nett.
Schreibe zurück und gib den Brief heute Boris mit.»

Christoph, Tulln, 21. Mai 1988

«Ich habe mich sehr gefreut als Basti und Lisa mir gesagt haben, dass Du mich magst.
Georg ahnt es. Ihm hat es sicher nichts ausgemacht mit seinen 20 anderen. Kannst Du am Freitag wieder mit mir spazieren gehen? Ich hoffe schon.»

Gregor, Tulln, 04. Juni 1988

«Mari hat gesagt, dass Du ihn gefragt hast, wieso ich auf Dich angefressen war. Das war Eifersucht, weil Christoph gesagt hat, dass er mit Dir geht. Jetzt tut es mir Leid, dass ich angefressen war.»

Christoph, Tulln, 05. Juni 1988

«Markus und ich möchten Dich und Karina bitten, mit uns in die Hutscherbar zu gehen. Ich hoffe, Du kommst. Bitte komm mit Karina auf jeden Fall am Beginn der 6. Stunde zur Garderobe, damit ihr uns mitteilen könnt, ob ihr mitkommt. Ich möchte dann, wenn es Dich nicht stört, mit Dir alleine reden.»

Gregor, Tulln, 05. Juni 1988

«Woher ich das mit Deinen ‹süßen Augen› weiß? ‹Ich schau Dir eben in die Augen, Kleines!› Hoffentlich erlaubt es Christoph. Weiß er (bzw. sagt er), dass Du süße Augen hast?»

Gregor, Tulln, 05. Juni 1988

«SORRY! Das mit dem ‹Kleines› war ja nur bildlich gesehen. Bist du jetzt eingeschnappt? Bitte nicht, Jenny.»

Gregor, Tulln, 06. Juni 1988

«P.S.: Wieso musst Du das eigentlich Rauter sagen, wenn Du mit mir wohin gehst?»

Dominik, Tulln, 08. Juni 1988

«Du weißt, dass ich Dich noch immer mag, sogar sehr. Doch wen magst Du? Vielleicht könntest Du mir eine Liste der Buben schreiben, die Du magst?»

Gregor, Tulln, 08. Juni 1988

«Muss man sich bei Dir ‹voranmelden›!?! Oder willst Du nur mit Christoph gehen? Als Dein ‹ehemaliger› Freund kann ich Dich ja fragen, ob Du einmal mit mir wohin gehen willst.»

Gregor, Tulln, 08. Juni 1988

«Wieso beantwortest Du mir meine Frage nicht?»

Gregor, Tulln, 08. Juni 1988

«Was heißt da, Du kannst nicht? Für mich hast Du nie Zeit. Immer für die anderen hast Du Zeit. Bin ich so… (blöd, hässlich,…) oder was. Findest Du mich gar nicht nett?»

Gregor, Tulln, 09. Juni 1988

«Du bist keine ‹Auswegperson›. Diesmal mein ich es sicher ernst! I Love YOU. Glaub mir das, bitte!»

Dominik, Tulln, 15. Juni 1988

«Lese diesen Brief langsam und horche dir dabei, wenn du kannst, ‹Groovy Kind Of Love› von Phil Collins an, es ist mein Lieblingslied. Man kann dabei gut nachdenken (manche sagen Liebeskummer). Es ist ein schönes Gefühl, wenn man so da liegt und nachdenkt, bei seinem Lieblingslied. Ich kann keine sehr langen Briefe schreiben, darum wird auch dieser nicht sehr lang. Doch seit dem Wandertag, wo ich dich erst richtig kennen gelernt habe, liebe ich dich mehr als je zuvor – ich liebe Dich – ich liebe Dich aus ganzem Herzen, ich denke jede Nacht an Dich, und horche mir dabei ein Lied an, welches kannst du dir ja denken.»

Gregor, Tulln, 18. Juni 1988

«Wenn Du es mit mir noch einmal versuchen tätest, wären mir alle anderen Mädchen egal. Ich hoffe, Du glaubst nicht, dass ich so einer bin, der mit jeder gehen würde. SICHER nicht!!!»

Dominik, Tulln, 20. Juni 1988

«Dies hier ist eher ein letzter Anlauf als eine Liebeserklärung, denn dass ich Dich mag, weißt Du ohnehin schon.»

Alexander, Tulln, 21. Juni 1988

«Empfindest du auch Zuneigung zu mir (sie muss nicht so stark sein)?»

Gregor, Tulln, 21. Juni 1988

«Ich wollte meine Wut ja nicht an Dir auslassen. SORRY! Ich hab gesagt: ‹Von mir redest Du, wenn mir eine andere gefällt. Aber selber gehst Du mit Rauter!› Ich wusste ja nicht, dass Du nicht mehr mit ihm gehst!»

Alexander, Tulln, 23. Juni 1988

«Ich verstehe es zwar nicht, aber akzeptiere es. Dennoch könnten wir uns einmal treffen. Findest du nicht auch?»

Gregor, Tulln, 28. Juni 1988

«Du hast sicher geglaubt, dass ich mich nicht mehr rühre, oder? Naja, Pech gehabt. Hoffentlich findest Du Zeit, noch heute zurück zu schreiben, weil Du ja so viele Briefe bekommst.»

Fabian, Tulln, 20. Mrz 1991

«Es mag Dir wahrscheinlich komisch erscheinen, dass ich Dir schreibe, aber ich habe mir gedacht, dass Schreiben einfach persönlicher ist, um seine Gedanken besser fassen zu können. Denn oft bin ich ein wenig zu feige, offen – sozusagen von Angesicht zu Angesicht – mit jemandem darüber zu sprechen, was mich innerlich berührt. Gerade dies habe ich am Samstag vorgehabt, aber, wie so oft, ist es mir wieder einmal nicht gelungen, meine Gefühle für jemanden offen darzulegen. Dieser jemand bist nämlich DU!»

Gelesen von:

Oliver Ruttnig, Max Venturo, Luka Samonig, Maximilian Kröpfl und Andreas Rögl

Gesamtdauer:

13'08''