Feiertage
Nach «5000 Liebesbriefe» und «Meine Grosseltern» kreist auch das neue Langzeitprojekt von Mats Staub um Alltagsgeschichte, Erinnerung und Imagination: «Feiertage» zielt auf eigene Lebensgeschichten und arbeitet bewusst mit dem Mittel der Reduktion. Das Erzählen wird dabei auf ein Minimum reduziert – aufs Zählen.
«Feiertage» stellt Fragen zum eigenen Lebenslauf: persönliche Fragen, die sich jedoch mit einer einzigen Zahl beantworten lassen:
Wie viele Berufe hast du bislang ausgeübt?
In wie viele Menschen hast du dich verliebt?
Wie viele Freunde hast du, auf die du dich verlassen kannst?
Zu jeder Frage wird ein Video präsentiert, das Menschen zeigt, denen diese Fragen soeben gestellt wurden, und verfolgt den Prozess bis zu ihren Antworten. Man sieht Gesichter, die ihr Leben Revue passieren lassen – Gesichter, die sich von Frage zu Frage weiter ergründen lassen –, und hört Antworten, die dazu einladen, in Zahlen zu lesen.
Bisherige Stationen:
Basel, Kaserne, September 2010
Zürich, Theaterhaus Gessnerallee, Januar 2011
Luzern, Kleintheater, September 2011
CreditsNächste Station: Festival Theaterformen, Braunschweig
1. – 10. Juni 2012
«Man kann die raffinierte Installation mit detektivischem Ehrgeiz, zur spielerischen Selbstbefragung oder mit soziologischem Interesse betreten. Oder aber das Antworten delegieren und den Befragten zuschauen, wie sie nachdenkend, stumm zählend und mit Zahlen erzählend ihr Leben Revue passieren lassen.»
Tages-Anzeiger, 21.01.2011
«Das Gesicht wird zum Ort des Theatralischen. Die Befragten werden zu Projektionsflächen, die Zuschauer dichten ihnen Geschichten an oder denken an Selbsterlebtes. Mittels der anregenden Installation gelingen Gedankensprünge und Diskussionen mit anderen über die kniffligste Frage.»Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2011
Wieviele Menschen hast du in den letzen zwölf Monaten kennen gelernt?




