Meine Grosseltern |
Audio-Ausstellung
Die Audio-Ausstellung «Meine Grosseltern – Geschichten zur Erinnerung» blickt auf die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts, aber sie stellt die Generation der Nachgeborenen ins Zentrum: Die Enkelinnen und Enkel erzählen nicht als Zeitzeugen, sondern von einer Zeit, die sie nur vom Hörensagen kennen – sie konstruieren eine Erzählung aus ihren Erinnerungen an Erzählungen. Die Audio-Ausstellung führt in einen Kosmos spannender und spekulierender Geschichten – und sie stellt zugleich persönliche Fragen nach Herkunft und Identität, Erinnern und Vergessen, Legende und Wahrheit.
Die Audio-Ausstellung basiert auf dem Langzeitprojekt «Meine Grosseltern | Erinnerungsbüro» von Mats Staub. Seit 2008 hat er mit über 270 Enkelinnen und Enkeln Gespräche über deren Grosseltern geführt. «Geschichten zur Erinnerung» zeigt jeweils einen Querschnitt aus dem reichhaltigen Fundus.
Bisherige Stationen:
Bern, Museum für Kommunikation, September 2010
Aarau, Stadtmuseum / Kunsthaus, Oktober 2010
Liestal, Museum.BL, April – Dezember 2011
CreditsStans, Salzmagazin
4. März – 17. Juni 2012
Mi-Fr 14-17 Uhr, Sa+So 11-17 Uhr
«Die Grenzen der Sparten haben sich längst verwischt und man ertappt sich dabei, dass man sich selbst und den Leuten zusieht, welche wiederum den Grosseltern zusehen in ihrer Imagination. Da entsteht eine Art neues Theater, in das alle verwickelt sind, sogar die bereits Gestorbenen. Die Vergangenheit selbst wird thematisiert, die Stimmung wird leicht wehmütig und es wird trotzdem genauso viel Vergangenheit festgehalten wie Gegenwart und wie Gegenwärtigkeit der Besucher.»
Basellandschaftliche Zeitung, 13.09.2008
«Dieser wachsende Fundus erzählt von Verwurzelung, aber viel mehr noch von Migrationsbewegungen. Verfolge eine Schweizer Familie drei Generationen zurück, und du findest ausländische Wurzeln: In Mats Staubs Projekt wird diese Verallgemeinerung mit ganz konkreten Geschichten anschaulich.»Neue Zürcher Zeitung, 14.08.2008

Meine Grosseltern, Audio-Ausstellung. Museum für Kommunikation, Bern, September 2010



